Nina Mambourg – Was bewegt uns wirklich? Porträts als Spiegel ihrer Zeit

Eine blonde Frau mit ondulierten Haaren sitzt auf einem modernen Leder- sessel. Sie schaut verklärt lächelnd in Richtung Handspiegel oder in die Leere. Ihr Absatz steht auf einem gescheckten Kuhfell, das an eine Landkarte erinnert. Das Fenster im Hintergrund öffnet den Blick auf eine Eislandschaft bei Vollmond. Die Designerlampe erscheint als beobachtendes Auge oder wie eine Sonnenfinsternis im Raum. Geht es hier um Selbstinszenierung und Äusserlichkeiten, oder spiegelt sich in diesem Porträt das globale Weltgeschehen unserer Zeit?

Die Plastik des mit Arm und Hand gestützten Kopfes aus dem Werk von Melanie Rüegg-Leuthold verdichtet eine ähnliche Situation. Sie gewinnt vor neutralem Hintergrund ihre eindrucksvolle Wirkung aus der Reduktion auf den Arm, die Hand, den Kopf, das Gesicht. Die Gestik zeigt hier aber eher auf das Innenleben, auf die nachdenkliche Selbstbetrachtung und die Schwere des Seins.

Blicke, Zeichen und Bedeutungen bringen die kraftvollen Porträts von Nina Mambourg in einen spannungsvollen Dialog mit den Werken von Albert Rüegg und Melanie Rüegg-Leuthold. Freuen sie sich auf eine anregende künstlerische Auseinandersetzung.

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